Bernward Koch wurde im Januar 1957 in Siegen/NRW geboren. Als 12-jähriger begann er im Musikverein seines Heimatortes Wenden-Hünsborn mit Waldhorn, wechselte aber kurze Zeit später zur Trompete, „um mehr Melodien zu spielen“. Zwei Jahre später begeisterte er sich zusätzlich autodidaktisch mit E-Bass, Gitarre und Schlagzeug und hatte erste Auftritte in einer Beat-Band. 15-jährig schenkte Ihm sein Vater, der Akkordeon spielte, ein Klavier und er bekam klassischen Unterricht, dabei improvisierte er aber auch gleichzeitig und startete erste Kompositionsversuche.

In den folgenden Jahren spielte er in verschiedenen  Bands Keyboards, Bass, Schlagzeug und Percussion. Anfang Zwanzig begann er an der Musikhochschule Köln zu studieren, belegte zusätzlich (gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Christoph, mit dem er bis heute zusammen spielt) zahlreiche Musikseminare mit Schwerpunkt Improvisation/Rock/Pop/Jazz an der Uni Bremen, der Akademie Remscheid und auf Schloss Weikersheim (u.a. Unterricht bei Prof. Sigi Busch). Ab dieser Zeit spielte er als Keyboarder und Songschreiber in diversen Jazz-Rock Bands, wobei sich besonders die „Brothers“ hervortaten. Neben vielen Liveauftritten auch im Fernsehen und Radio unternahm man 1990 eine abenteuerliche Konzerttournee nach Moskau.

Zuhause entstanden inzwischen auf einem 4-Spur Kassettenrecorder Instrumentalkompositionen mit entspannenden, bildhaften Charakter und einer erkennbaren, melodiösen Handschrift. Nachdem er 1989 einige Demotapes an Plattenfirmen gesendet hatte unterschrieb Bernward Koch kurze Zeit später seinen ersten Plattenvertrag für ein instrumentales Soloprojekt unter seinem Namen.

Bereits mit dem Debütalbum „Flowing“ war ihm 1990 ein erfolgreicher Einstand in den USA gelungen, nachdem wichtige Radiosender in Kalifornien das Album des damals noch weitgehend unbekannten deutschen Pianisten und Keyboarder für sich entdeckt hatten.

Einem noch grösserem Publikum erschloss er sich in den USA, als sein Song „Ever Returning“ von den beiden Radiostationen KKSF in San Francisco und THE WAVE in Los Angeles für zwei Benefizalben für die Aids-Forschung -Schirmherrin Elizabeth Taylor- ausgewählt wurde, neben Künstlern wie Sting („Fragile“), Bonnie Riatt („Nick Of Time“), Al Jarreau („One Way“), Eurhytmics Dave A. Stewart + Candy Dulfer („Lily Was Here“), Ottmar Liebert („Heart Still Beating“), Lauren Wood („Fallen“ aus dem Film PRETTY WOMEN), Bob James/David Sanborn („Maputo“), Dave Grusin/Lee Ritenouer („Early A.M. Attitude“) oder Yanni („Once Upon A Time“). 1992 erfolgte ein wichtiger Schritt mit dem Album „Laguna de la Vera“, das monatelang in den amerikanischen BILLBOARD-New-Age-Charts rangierte und auch in anderen Ländern zu den meistbeachteten Instrumental-Werken des Jahres gehörte.

Mit dem 1995 veröffentlichten Album „Still Magic“ ging es auch in weiteren Ländern aufwärts. Fluggesellschaften wie Japan Airlines, die Deutsche Lufthansa, United Airlines, Air China oder Korean Airlines setzen seine entspannende Musik in ihrem Bordprogramm bei Ihren Flügen rund um die Welt ein.

 

Mit der Band „The Brothers“, nun in Pablo umbenannt, erschien 1997 der Longplayer „Picante“. Diese temperamentvolle CD - eine Mischung aus Latin, Rock, Jazz und Funk - dokumentiert das langjährige brilliante Zusammenspiel der Band-Musiker; eine nicht nur melodisch, sondern auch rhythmisch eindrucksvolle Produktion.
Im gleichen Jahr wurde sein Debutalbum „FLOWING“ vom Label Real Music (aus Sausalito bei San Francisco) mit neuen blauen Cover mit großem Erfolg in den USA wiederveröffentlicht. Im Sommer 1999 erschien dann dort die CD „JOURNEY TO THE HEART“, ein entspannendes Melodie und Harmonie betontes Album, welches auch in Asien starken Anklang fand.  
„WALKING THROUGH CLOUDS“ nannte sich seine nächste erfolgreiche Produktion, wieder veröffentlicht bei dem Label aus Kalifornien, mit 16 Titeln eine Stunde zeitlose Musik besonders passend für Yoga, Meditation und Relaxation.
2008 erschien das Album „MONTAGNOLA“, eine Piano-Solo Aufnahme, die er dem Schriftsteller Hermann Hesse widmete. In England gewann sie den „Piano-Heaven“ Award und die Fachzeitschrift STEREO wählte sie zum „Audiophilen Highlight des Monats“ (September 2008).

Seine aktuelle CD nennt sich „GENTLE SPIRIT“ und wurde im Sommer 2009 wieder vom kalifornischem Label veröffentlicht. Die meisten Instrumente wie Piano, Keyboards, Gitarre und Bass spielt er wie fast immer selbst, hinzu kommen bei einigen Titeln noch Querflöte und Percussion.

Auch in Filmen wird seine Musik eingesetzt, z.B. in SHANIKO, der Name eines preisgekrönten amerikanischen Dramas von 2008, indem die Komposition “Childhood Hour” aus dem Album “Walking through Clouds” zu hören ist. Shaniko ist auch gleichzeitig der Name einer Geisterstadt in Oregon, wo der Film gedreht wurde.

All das ist kein Zufall: Seine Erfolge hat er nicht zuletzt seinem exzellenten Gespür für einprägsame Melodien zu verdanken. Die Kompositionen des Musikers mit langjährigem Background ragen nicht zuletzt durch ihre formale Reife und ihren Reichtum an musikalischen Finessen heraus. Für Bernward Koch bedeutet Musik Geschichten erzählen. Seine Produktionen sind eine geschmackvolle Mischung aus natürlichen Instrumenten und synthetischen Sounds. Dazu gehören für ihn als besonderes Signum die filigranen Melodielinien für Querflöte und Sopranino, gespielt von seiner Frau Christiane Böhm und auch einfühlsam gespielte Percussion sowie die akustische Gitarre von Bernward´s Bruder Christoph.
So entfaltet die Musik von Bernward Koch mehr denn je diesen unaufdringlichen, aber suggestiven Zauber, dem schon so viele Hörer verfallen sind.

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